| Oktober 2011 | 1. VHS-„Wolllust-Filzkurs“ in Jessen |
| 13. - 16. Okt 2011 | "Färben mit Pilzen"-Kurs von Karin Tegeler |
| 1.10.2011 | Beim ersten Herbstfest auf der Burg |
| 5. Aug 2011 | Filzen beim Hoffest auf dem Straußenhof Schlüter |
Aufstellung Kinderbett und 1 Aufbettung möglich
Wohnküche mit Kombigerät
"Urlaub in der Natur - Reisen in die schönsten Landschaften Deutschlands"
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[Jeweils maximale Eisrandlagen, Bild geändert aus
http://de.wikipedia.org/wiki/Elster-Kaltzeit]
[Polarwüste in Nordkanada,
Luftaufnahmen
(Google Maps™-Kartenservice !) zu erkennen.
Karte in höherer Auflösung

Karte in höherer Auflösung
| Zeit | Ereignisse | |
|---|---|---|
| 926 | Burgenordnung Heinrichs I. auf Reichstag in Worms [Das könnte der Auftakt für den Bau der Burgenkette am linken Elbufer gewesen sein, also auch für die Burg Klöden.] | |
| 927 | bis 929 | Unterwerfung der slawischen Stämme östlich der Elbe zur Aufrüstung und Erprobung eines starken Heeres mit schwerer Reiterei |
| 965 | Die Sächsische Ostmark wird nach Tod Geros I. in 5 Marken aufgeteilt: Nordmark, Mark Lausitz, Mark Meißen, Mark Zeitz u. Mark Merseburg; Klöden lag damals in der Mark Lausitz | |
| 965 | Fälschung, Erschleichung des Honigzehnten durch Kloster d. Hl. Johannes in Berge, MD, 17 Orte genannt, 4 davon heute rechtselbisch: Klöden, Axien, Prettin und Zwethau; ...de provintia Sclavorum Nizizi nominata, in comitatu fidelis nostri Vdonis sita cum subscriptis urbibus:...; [Inhalt der Urkunde schon 1004 bestätigt!] | |
| 979 | erst 981 beurk. | Otto II. schenkt Klöden mit Pretzsch u. Axien an Kloster Memleben; ...in pago Nikiki vel Mezumroka dicto in comitatu Ditmari sita... ...cum burgwardiis et omnibus utensilibus... |
| 1002 | bis 1018 | Krieg zwischen Heinrich II. und König Boleslaw von Polen, der die Mark Lausitz für sich beanspruchte |
| 1015 | Kloster Memleben wird dem Kloster Hersfeld unterstellt [wahrscheinlich damit auch die Herrschaft über Klöden, aber vielleicht auch vorher schon durch Tausch wie bei Elsnig u.Dommitzsch an Getreuen verschenkt!? 150 Jahre später (zwischen 1156 und 1181) erwarb jedenfalls Friedrich I. Graf von Brehna unsere Gegend als Magdeburger Lehen, d.h. vom Erzbischof!] | |
| 1028 | bis 1031 | Polnischer König Misico, Sohn von Boleslaw, führt Beutezüge auch bis zur Saale, plündert und verwüstet über 100 Dörfer und nimmt viele Gefangene mit. Erst 1031 wird er von Kaiser Konrad II. endgültig besiegt. |
| 1032 | ca. | Graf Dietrich II. von Wettin wurde als Dietrich I. Markgraf der Mark Lausitz, zu der Klöden gehörte |
| 1116 | Grafschaft Brehna fällt an Konrad I. von Wettin; ab 1127 Markgraf von Meißen und seit 1136 der Niederlausitz; 1156 legt er sein Amt nieder und teilt alles unter seine 5 Söhne auf | |
| 1140 | Halsgerichtsbarkeit in Klöden | |
| 1150 | ca. | Klödener Kirche gebaut? (nach Alter des Kruzifix geschätzt) |
| 1156 | bis 1181 | Friedrich I. war jüngster Sohn von Markgraf Konrad I. von Meißen und erhielt Grafschaft Brehna. Er erwarb für die Grafschaft Brehna zahlreiche Besitzungen. Als Magdeburger Lehen: Arnoldishagen ?, Trebus, Loeben, Prettin mit der Heide, Burg, Schweinitz, Jessen, Klöden, Zwethau, Herzberg, Belzig, Zahna, Wesenburg, Werben, Gommern u. a. [Da Friedrich am 4.1.1182 starb, müssen also diese Orte spätestens 1181 zur Grafschaft Brehna gekommen sein!] |
| 1163 | Klödener Kirche kommt vom Erzbistum Magdeburg an das Bistum Meißen, das zur Ausdehnung seines Territoriums einige Urkunden gefälscht hatte. | |
| 1163 | 1. dt. Burg Klöden nach über 200 Jahren durch Hochwasser zerstört (zumindest Westflügel) ; Schon vorher oder gleichzeitig damit könnte auch "Urkirche" auf Burgwall zerstört worden sein! | |
| 1208 | um | Klödener Kirche erstmals erwähnt: ...Ecclesia de Clodene... als Probstei-Kirche |
| 1267 | Schenken von Seyda (Günther?) besitzen nach Zeugenliste vermutlich Klöden, Wettinischer Graf Konrad von Brehna siegelt Urkunde auf Klöden | |
| 1290 | Am 31. August 1290 verlieh der König Rudolf I. Grafschaft Brehna an seinen noch minderjährigen Enkel, den askanischen Herzog Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg. => Klöden an Sachsen-WB | |
| 1295 | Handelsschiffe der Hanse passieren Klöden! Die Hanse unterhält schon eine Handelsverbindung mit Prag. Eine weitere Handelsstraße der Hanse führte von Halle über Torgau, Guben, Posen, Thorn nach Danzig. | |
| 1313 | ? bis 1313 | Klöden u. Pretzsch gehören "denen von Dahme": |
| 1313 | "...verkaufte der Burgherr von der Dame (Dahme) sein zwei bis drei Quadratmeilen großes Landgut (... dac hucfcu pretetz vn cloden...) an den Ritter Magnus Rehfeld und seinen Bruder Bertram, welche 1325 von den Herzögen Rudolf und Wenzel von Sachsen Wittenberg damit belehnt wurden ... " --- "..det guet", also nur 1 Gut => das könnte ein Hinweis darauf sein, dass beide Orte noch nicht durch die Elbe getrennt waren! | |
| 1325 | Magnus Löser erhält von Rudolph I. Pretzsch und Bruder Bertram Rehfeld Klöden als Lehen | |
| 1342 | 21./22. Juli | Nach einem furchtbaren Winterhochwasser am Anfang Februar kam die
"Sintflut des Mittelalters", das Magdalenen-Hochwasser: "Die größte Überschwemmung seit Menschengedenken fand im vierzehnten Jahrhundert statt. ... das sogenannte Magdalenen-Hochwasser vom 21./22. Juli 1342, das bisweilen auch die "Sintflut des Mittelalters" genannt wird. Die Quellentexte zur Witterungsgeschichte Europas' von Curt Weikinn belegen, dass neben Main, Rhein ebenfalls Donau, Elbe, Weser und deren Nebenflüsse überschwemmt wurden. Selbst die Eider nördlich von Hamburg trat noch über die Ufer. Das Katastrophengebiet erstreckte sich damals bis nach Kärnten und Norditalien. Heute geht man bei diesem Ereignis davon aus, dass es sich um eine 5b-Wetterlage handelte, die Mitteleuropa nach langer Hitze und Trockenheit erfasst hatte. In nur 2 Tagen fiel mehr als die Hälfte der üblichen Jahresmenge. Der ausgetrocknete Boden konnte diese immensen Wassermassen nicht aufnehmen und speichern, es kam zum großräumigen Oberflächenabfluss und Überschwemmungen. Die Auswirkungen waren katastrophal: allein in der Donauregion fanden mehr als 6000 Personen den Tod; es gab riesige Verwüstungen; Häuser, Mühlen, und Brücken wurden zerstört. Die Fluten schwemmten so viel fruchtbaren Boden fort, wie bei normalen Wetterbedingungen in einem Zeitraum von 2000 Jahren verloren geht. In den darauffolgenden Sommern herrschten nasskaltes Wetter und Hungersnöte. Über die geschwächte Bevölkerung brach in der Folge 1348 bis 1350 die Pest herein, bei der mindestens ein Drittel der deutschen Bevölkerung ums Leben kam." [Aus http://www.giub.unibe.ch/klimet/docs/climdyn_2004_luterbacher.pdf] |
| 1356 | bis 1370 | Rudolf II. Herzog von Sachsen-Wittenberg musste sich den Ansprüchen der wettinischen Meißner (einstige wettinische Grafschaft Brehna) erwehren. Als diese ihm den Besitz von Herzberg, Prettin, Trebitz, Klöden, Pretzsch, Schmiedeberg und anderer Orte, streitig machten, konnte er sie nur militärisch abwehren. |
| 1361 | 6.2. | Hinweis auf Stadtrechte für Trebitz, Klöden und Pretzsch: Die Herzöge Rudolf II., Wenzel (Bruder) und Albert (Vetter) schreiben: "... in vnsern steten vnd vesten Hirzberg, Prittin, Trebaz, Cloden, Pretaz, Smedeberg vnd anderen vnsern vesten, dorferen vnd markten, ..." Mehr... |
| 1372 | Dem 1372 verstorbenen Hans Löser folgte im Besitz Klöden [Nur eine Hälfte?, Vgl. 1389!] sein Sohn George, der große Teile seines Vermögens mildtätigen Zwecken opferte. | |
| 1380 | George Löser lässt Schloss Pretzsch abreißen u. neu aufbauen. (Auch Flutschäden!?) | |
| 1389 | "... Hans vnd Kune von Refelt gebrudere ..." geloben dem
Markgrafen Wilhelm I. von Meißen "... daz wir ym mit dem
halben hofe Cloden der vnser ist ... dynen ..."
=> Besaß George Löser die 2. Hälfte??? (Kurz danach ist dann Klöden wieder an die Schencken von Landsberg/Sydow/Seyda verkauft worden: "... Also als dy Edelen Er Albrecht er Heinrich vnd, er Hans Schengken von Landisberg zum Tupze vnsser liebin getruwin das Sloss Cloden gekouft hettin..." [Urkunde von Herzog Albrecht 1419]) |
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| vor 1400 | "Ums J. 1400 wurde die Propstei, in Folge der Streitigktn. des kemberger Propstes Matth. Löser mit Denen v. Sydow [Seyda], dem wittenbgr Collegiatstifte einverleibt." Etwa zur gleichen Zeit ist auch das Schloss Clöden vom Herzog aufgekauft und neu an Hensel v. Ammelungishain verliehen worden! "... alss vnsir brieff , den wir darubir geben habin , eigentlich vsswisset, vnd Sindmale daz wir Cloden daz Sloss mit aller syner Zugehorunghe gekouft habin , ..." [Urkunde von Herzog Albrecht 1419] | |
| 1400 | Hensel v. Ammelungishain (Ammelshain bei Grimma, VG Naunhof) erhält von Hz. Wilhelm I. von Sa-WB Klöden als Lehen | |
| 1406 | Auf dem Jagdschloss Schweinitz hielten sich die Kurfürsten der askanischen Linie des Öfteren auf. Durch den Einsturz eines Turmes verlor Kurfürst Rudolph III. 1406 seine beiden Söhne Wenzel und Sigismund, sodass nach seinem Tod die askanische Linie erlosch. | |
| 1409 | Nickel von List auf Klöden | |
| 1419 | wieder an Hz von Sa-WB | |
| 1422 | Aussterben der Sa-WB-Linie der Askanier mit Albrecht III., der wenige Tage nach Brand in Lochau kinderlos starb, hinterließ Wittwe Offka, die Klöden als Wittum erhält | |
| 1422 | Enkel von Magnus Löser, Wilhelm Löser (u.a. auf Ahlsdorf u. Lebusa) wird mit ehemaligem Rittergut Rettich (Hans v. Hemmsendorf) "begnadigt", weil letzterer beim Brand in Lochau umkam! Rettig kann also damals noch nicht zu Klöden gehört haben! | |
| 1436 | Apel von Vitzthum und Conrad von Stein erhalten Klöden (2. Heirat von Offka 1432!) | |
| 1439 | Apel von Vitzthum und Conrad von Stein tauschen Klöden gegen Lichtenwalde unter Herrschaft derer von Honsberg ==>Ritter Hans von Honsberg auf Klöden (vielleicht bis 1530 unter denen von Honsberg?) | |
| 1530 | bis 1534 | Schwiegersohn Honsbergs verwaltet Klöden |
| 1537 | Herren von Ende zu Brandis besitzen Klöden; (Nicolaus von Ende, Geheimer Rat des Kurfürsten Johann Friedrich kauft 1535 Brandis!) | |
| 1547 | 24.4. | In der Schlacht bei Mühlberg (auch als Schlacht auf der Lochauer Heide bekannt) besiegte das Heer Kaiser Karls V. am 24. April 1547 die Truppen des Schmalkaldischen Bundes. Der Führer der Protestanten, Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen, geriet in Gefangenschaft. => Ende des Kurfürstentums Sa-WB !!! Klöden nun im Kurfürstentum Sachsen unter Kurfürst Moritz |
| 1553 | Jobst von Kanne, Kammerjunker des Kurfürsten Johann Friedrich I. zu Sachsen (Geschlecht stirbt 1677 aus), erwirbt Klöden. | |
| 1566 | spätmittelalterliche Burg zum Renaissanceschloss umgebaut | |
| 1576 | 24.5. | Schreiben des Kurfürsten [August] (in Annaburg)[Augustus Herzog von Sachsen / des heiligen Römischen Reichs Erzmarschalk und Churfürst / Landgraff in Döringen / Marggraff zu Meissen / und Burggraff zu Magdeburg] wegen der Vernachlässigung der Elbdämme, insbesondere bei Bösewig mit dem erstmaligen Vorschlag eines Elbdurchstichs bei Klöden! |
| 1621 | Anfang | Der Riß entsteht: Schreiben, das Hans Löser und Bernhard Ludolf Kanne, Erbherr von Klöden, am 31. Mai 1621 an den Kurfürsten [Johann Georg II.] richten: "...die Elbe Vber Prezsch einen gewaltigen einbruch vndt fall, diese Jahr hero gewunnen, also, das Wehe solchem nicht gewehret würde, dieselbe in weniger Zeit einen ganz nauen gangk Von dem Hause Vndt stedtlein Prezsch wegk, ganz Auf Kleden zu nehmen ..." |
| 1627 | Feierabendstein im Ostflügel zeigt hier Bautätigkeit an | |
| 1637 | Schwedische Söldner suchen Klöden heim. Vermutlich waren die Speicher des Rittergutes in Flammen aufgegangen und deshalb nutzte man in der Not den Dachboden der Kirche als Getreideschüttspeicher. | |
| 1647 | Pfosten bei Ausgrabung (Dendrodaten): auch am W-Flügel (vielleicht letzte?) Bautätigkeit | |
| 1655 | 5-wöchiges Hochwasser bis Mitte März auf beiden Elbseiten; Wolff Christoph v. Arnimb auf Pretzsch, Bernhardt Ludolph v. Kanne auf Clöden und Obristleutnant Wolf Otto v. Thümmel auf Hemsendorf vereinbaren Solidaritätshilfe | |
| 1676 | etwa | Margaretha Sibylle von Löser, geb. von Einsiedel, (*2.9.1642 +18.5.1690), kauft Rittergut Klöden. |
| 1684 | wurde die Anlage[Burg Klöden, Löser] barock überformt. Die Dreiflügelanlage besteht aus zwei zweigeschossigen Flügelbauten der Renaissance im Süden und Osten und einem eingeschossigen barocken Wirtschaftstrakt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts im Norden. Die Innenräume sind kreuzgratgewölbt oder mit kassettierten Holzbalkendecken ausgestattet. Im Obergeschoss des Ostflügels hat sich eine Kassettendecke mit Akanthusbemalung aus dem Ende des 17. Jahrhunderts erhalten. Im Ostflügel befindet sich die ehemalige Schwarzküche. Das Kaminzimmer, die Empfangshalle der Burg, beeindruckt auch heute noch mit dem offenen Kamin und der 500 Jahre alten gewundenen Treppe. | |
| 1684 | 22.6. | Einweihung des Altars und der Kanzel der Klödener Kirche;
In der Schrift dazu steht in der Widmung eindeutig:
"Herrn Heinrich von Löser / Erbherrn auf Reinharts und Meuro / etc.
und Herrn Magno von Löser / Erbherrn auf Clöden / etc." Die Mutter von Heinrich und Magnus ist eine geb. Margaretha Sibylle von Einsiedel (*2.9.1642 +18.5.1690), Witwe des 1670 verstorbenen Curt von Löser (*11.3.1623, +20.4.1670) auf Sahlitz, Reinhardts, Heynichen und Nenckersdorf; im Zedler steht: "Sie war ein rechter Ausbund gelehrter Frauenzimmer, und in allen vier Facultäten wohl bewandert. Sie verstunde die Mathematik vortrefflich, hatte sich in der Bürgerlichen, Gelehrten- und Kirchen-Historie wohl umgesehen, machte einen guten Vers, und redete nebst ihrer Muttersprache Ebräisch, Griechisch, Lateinisch, Französisch und Italiänisch, weswegen sie auch die Sächsische Cornelia und Meißnische Minerva genennet wurde. ... und starb 1690" |
| 1686 | In dieser Einweihungsschrift schreibt Probst und Superintendent Christoph Nicolai: "... Gegeben zu Clöden ... und wie man nachricht hat vor 300. Jahren noch eine schöne Stadt von Thürmen und Mauren an 500. Feuerstäten gewesen / so aber von den anlauffenden Wasser der Elbe gantz eingewaschen / daß man genötigt worden / den Orth zu verlassen und anderweit anzubauen. Und siehet man noch heute zu tage an dem Orth / wo sie vor diesem gestanden / am Ufer der Elbe steinerne alte Gemäure / so das Wasser entdecket / und ausgewaschen hat / daß man also hieraus die Nichtigkeit der Welt ersiehet und seufzen kan: ..." [Da 1621 der Riß entstand, kann er durchaus solche Mauerreste frei gelegt haben. Unklar ist nur, ob es Befestigungsmauern oder Häusermauern waren!] | |
| 1694 | Wappen in Kirche zeigt: "Magnus Löser 1694", der also mit 24 Jahren schon gestorben ist! Dadurch kam Klöden an seinen Bruder Heinrich, der aber auch schon 1705 starb. | |
| 1714 | 14. Dez. | Riß von Elbe abgetrennt ( "Straßen"-Damm zwischen Mauken und Düßnitz ersetzt Fähre!) : Bericht (Wasserbaukommissar Joachim Plötz, Herr Reinhard v. Hartitzsch u. der Pretzscher Amtmann Gotthard Demisch): "... mit dem Elbriß Bau ... so weit avanciret, ... daß hinter demselben alles trocken, und die unten gegangene Elbriß Fehre nicht mehr gangbar ist, weswegen alle Reisende die tour über den aufgeführten Bau nehmen, der nicht allein von rechter breite, sondern auch von solcher tüchtigkeit, daß iedermann aus aller Gefahr ist ..." |
| 1747 | März | wurde auf Burg Klöden die letzte Hexe Mitteldeutschlands, namens Christiane Hanke (eine 60-jährige Brandstifterin) zum Tode verurteilt. |
| 1774 | Herbst | Künstlicher Elbdurchstich bei Clöden |
| 1781 | Grafen Löser verkaufen ihr Gut Klöden wegen des Elbdurchstichs an sächsischen Kurfürst ==> aus dem Rittergut wird ein Kammergut! | |
| 1783 | Der Kurfürst Friedrich August III. (auch gewählter König von Polen und ab 1806 durch Napoleon auch König von Sachsen) lässt sein neues Klödener Jagdgebiet (Hegeholzberg und am Riß Richtung Kleindröben) durch Hegesteine (mit Kurschwertern und Jahreszahl 1783) markieren, von denen noch einige existieren. | |
| 1815 | Wiener Kongreß: Klöden kommt vom Königreich Sachsen zum Königreich Preußen (Provinz Sachsen, Kreis Schweinitz). Damit wird aus dem Kammergut eine königliche Domäne! | |
| 1819 | Domänengut hat viele eigene Gewerbe: Bierbrauer, Branntweinbrenner, Müller, Gärtner, Ziegler, Stellmacher, Schäfer, Hirten.. | |
| 1862 | Der letzte Abschnitt des Elbdeiches zwischen Kleindröben und Klöden wird fertig gestellt und schließt die noch offene Lücke im Gebiet des Dautzschen-Schützberger Deichverbandes, der am 6.7.1853 gegründet wurde. | |
| 1934 | Die Burg Klöden geht in Gemeindeeigentum über, mehrere Familien ziehen ein: Kirschner, Ettlich, Schumann, Kettmann mit Zahnarztpraxis, Trenkelbach, Grubbe, Schönholz, Werner | |
| 1935 | Die Burg wird von der königlichen Domäne getrennt und kommt in Besitz der Regierung; Einrichtung einer Schule scheitert an Kostengründen, dafür zieht der "Landdienst" ein; die Domänenvorwerke Rettig (zu Klöden) und Mauken (zu Pretzsch) werden in Siedlungsstellen umgewandelt | |
| 1952 | 1. Sep. | Nach Schließung der Zubringerschulen in Schützberg und Kleindröben wird u.a. in 5 Räumen im Schloß unterrichtet. Später kamen auch eine Schulküche, der Rat der Gemeinde, eine Zahlstelle der BHG und ein Standesamt (bis 1967) dazu. |
| 1969 | Der ABV ("Abschnittsbevollmächtigte", der Polizist), Herr Werner Buchwald, hatte über dem Tor sein Büro | |
| 1973 | Schule zieht aus | |
| 1976 | Kindergarten eingerichtet; Klödener Jugend renoviert Keller als "Jugendclub", wo ab 1981 auch Filmveranstaltungen laufen | |
| 1991 | Kinderkrippe zieht ein | |
| 1992 | bis 1995 | Der Bonner Architekt Werner LeGans wurde für die symbolische 1DM neuer Burgherr (Architektenbüro) |
| 1998 | Burg wurde gerichtlich beschlagnahmt und zur Zwangsvollstreckung ausgesetzt | |
| 2002 | Neuer Investor Herr Prasse bringt Rückerstattung der Burg ins Rollen; gründet "Verein zur Rettung und Erhaltung der Burg Klöden" und beantragt Umschreibung der Burg auf Verein; erste Veranstaltungen (Tag des offenen Denkmals, Weihnachtsmarkt) finden statt | |
| 2002 | Juli | Nach dem Dammbruch bei Dautzschen steht die ganze Elbaue unter Wasser und Klöden ist eine Woche lang eine Insel. In den Kellern der Burg steht das Wasser und im Ostflügel zeigen sich starke Risse. |
| 2004 | Sylke Petzold wird Pächterin der Gaststätte | |
| 2005 | bis 2007 | Sanierung des Ostflügels mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und aus Hochwassermitteln unter Regie der Gemeinde |
| 2005 | Nov. | Nach der Gründung des "Förderverein Burg Klöden e.V." überträgt die Gemeinde die Burg an diesen Verein |
| 2006 | Herbst | Archäologische Grabung am Westhang des
Burgwalls unter Leitung von Dr. Uwe Vogt bringt eine
ganze Reihe neuer Erkenntnisse: 1. dt. Burg aus 10.Jh. schon mit Mörtel gemauert und 1163 zerstört, danach weitere katastrophale Schäden durch Hochwasser, denn mehrere am Westflügel abrupt endende Horizonte mit Mauer- und Fußbodenresten deuten auf einen ehemals viel größeren Burgwall mit fester Bebauung hin. |
Angaben gemäß §5 des Telemediengesetzes (TMG) vom 26. Februar 2007 (BGBl. I S. 179), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 14. August 2009 (BGBl. I S. 2814) abgeändert wurde.
"Land-Party"Website-Betreuung: © Günter Cerych, 2005..2011